Das Budget für die Rente richtig berechnen

Die Vorsorge für den Ruhestand zu planen, ist keine Milchmädchen-Rechnung. Tatsächlich ist es nicht leicht, Ausgaben für einen Lebensstil zu berücksichtigen, der erst in Jahrzehnten Realität wird. Im Alter erhöhen sich Gesundheitsausgaben, die Freizeitplanung ändert sich und allgemeine Konsumausgaben steigen an. Darum haben wir ein paar Hilfestellungen bereitgestellt, um vorausschauend zu planen und finanzielle Engpässe im Alter zu vermeiden.

Sich bei diesen Ausgaben zu irren, führt zu permanentem Stress im Rentenalter, weil das Geld zu knapp ist. Und nicht berücksichtigte Ausgaben im Ruhestand zu kompensieren, ist schwierig bis unmöglich. Ab einem bestimmten Alter hat nicht jeder die Option, einen Job zu suchen und zu finden.

Warum es wichtig ist, dass Sie das Budget für Ihre Rente berechnen 

 

Viele machen bei der Rentenplanung immer wieder ähnliche Fehler:

  1. Ausnahmefälle werden vergessen

Was selbst die besten Rechner bei ihrer Planung immer wieder vergessen, sind unerwartete Ausgaben. In den meisten Budgetrechnungen für die Rente sind Ausgaben wie Essen, Strom oder Kleidung einberechnet. Unvorhersehbare Ausgaben, wie ein neues Dach für das Eigenheim, sprengen dann unweigerlich Löcher in das Budget eines Rentners.

Oder viele Eltern wünschen sich nichts mehr, als die Hochzeit der eigenen Tochter zu bezahlen oder eine langersehnte Kreuzfahrt zu machen. Diese Ausgaben ohne ein kleines finanzielles Polster zu finanzieren, bedroht dann schnell die eigene Lebensexistenz.

  1. Umgewichtung der Ausgaben werden nicht berücksichtigt

Viele Rentner staunen nicht schlecht, wie sehr ihre Unterhaltungskosten steigen, wenn sie aufhören zu arbeiten. Statt fünf Tage die Woche zu arbeiten, geniesst ein Rentner im Alter fünf oder sechs Tage die Woche Freizeit. Die Ausgaben für die Freizeit im Rentenalter sind ein Posten, den eine arbeitende Person gerne unterschätzt.

  1. Anstieg der Versicherungsprämien wird vergessen

Die Prämien der Krankenkassen steigen laut dem Bundesamt für Gesundheit jedes Jahr um durchschnittlich 3,7 Prozent. In die Finanzplanung fliessen die aktuellen Prämien als Referenz. Bezahlen Sie heute rund 400 CHF Prämie pro Monat, dann erwarten Sie bei jährlichen Prämiensteigerungen von 3,7% nach etwa 19 Jahren die doppelten Gebühren.

  1. Langzeitpflege wird nicht einkalkuliert

Der Bedarf an Langzeitpflege ist ein unerwartet hoher Aufwand im Ruhestand. Im Jahr 2012 fielen 9 Prozent aller Gesundheitskosten in den Bereich Pflege. Pflegeleistungen betragen monatlich nicht selten zwischen 6000 und 8000 CHF.

Wichtig zu wissen ist, dass die Grundversicherung nicht die Kosten für Verpflegung, Infrastruktur, Reinigung oder Gebäudenutzung im Pflegeheim bezahlt. Diese Kosten zahlt der Patient aus seinem Privatvermögen, ausser es wurde rechtzeitig eine Pflegeversicherung abgeschlossen, welche diese Kosten übernimmt.

  1. Die Lebenszeit wird unterschätzt

Einer der grössten, aber wohlgemerkt „erfreulichsten Fehler“ bei der Schätzung der Rentenausgaben, ist die Unterschätzung der Lebenserwartung. Immerhin rühmen sich Schweizer und Schweizerinnen der zweithöchsten Lebenserwartung weltweit. Männer werden heute bis zu 81 Jahre alt, Frauen im Durchschnitt 85 Jahre. Und was heisst diese Statistik für die Rente?

Es ist offensichtlich, dass je länger die Lebensdauer, desto höher summieren sich die Ausgaben im Rentenalter. Im Rentenalter ist es ein Problem, das viele Menschen überrascht. Und das nicht immer positiv. Viele machen sich Sorgen, jung zu sterben. Erstaunlich wenige Leute machen sich Sorgen zu lange zu leben.

Wie sorgen Sie für das Leben nach der Rente vor?

Wie vermeiden Sie diese Engpässe im Alter? Sie können Ihre Ausgaben im Rentenalter mit ein paar grundlegenden Überlegungen berechnen und dafür sorgen, dass Sie mit einem guten Polster in die Rente starten. Die Gestaltung dieses Polsters funktioniert einerseits über Rücklagen und andererseits über eine sinnvolle Verwendung der Pensionsgelder.

 

Zunächst die zwei wichtigsten Tipps für die Rücklagen:

…für Immobilien

Finanzkenner empfehlen, einen gewissen Prozentsatz vom Wert des eigenen Hauses für Instandhaltung zur Seite zu legen (beispielsweise jährlich 3%). Hinweis: die 0.1% bis 0.5% des Gebäudeversicherungswerts, welche bei Stockwerkeigentum üblicherweise jährlich in den Erneuerungsfonds fliessen, reichen in der Regel nicht. Laut Studien wären zumindest 0.7% angezeigt, sofern das Geld im Erneuerungsfonds auch mit einer entsprechenden Anlagestrategie angelegt wird. Bleibt das Geld des Erneuerungsfonds wie in den allermeisten Fällen nahezu unverzinst auf dem Sparkonto, wären es dagegen wohl schon mindestens 1.5%.

…für Autos

Ratsam in Sachen Auto ist es, Mittel im Umfang des jährlichen Wertverlustes (beispielsweise gemäss den Angaben in der Steuererklärung) für eine zukünftige Neuanschaffung zurückzulegen. Damit führen selbst „trivialere“ Ausgaben, wie ein neuer Satz Sommerreifen, nicht zu finanziellen Engpässen.

Bei der sinnvollen Verwendung der Pensionsgelder lautet die Frage: Rentenzahlung in Anspruch nehmen oder Kapital auszahlen lassen?

Vor- und Nachteile der Rentenzahlung

Eine sichere Variante ist, sich in der zweiten Säule für eine Renten- anstatt für eine Einmal-Auszahlung des Alterskapitals zu entscheiden.

Vorteil:

Die Zahlung der Rente erfolgt ein Leben lang.

Nachteil:

Das monatliche Budget steht fest und wird knapp, falls unerwartet mehr benötigt wird. Und Steuern fallen an, da Rentenzahlungen zu 100% als Einkommen versteuert werden.

Vor- und Nachteile beim Kapitalbezug

Kapitalbezug (teilweise oder komplett) bedeutet sein Gespartes selbst einzuteilen und zu verwalten.

Vorteil:

Der Kapitalbezug wird einmalig zu einem reduzierten Zinssatz versteuert und fällt danach unter die Vermögenssteuer. Diese beträgt je nach Kanton und je nach Höhe des Vermögens zwischen 0,2 und drei Prozent. Zudem besteht bei der Option des Kapitalbezugs die Möglichkeit, das Kapital rentabel zu investieren.

Nachteil:

Wer sich für den einmaligen Kapitalbezug entscheidet, lebt mit dem Risiko das Vermögen vor Lebensende aufzubrauchen und von staatlicher Unterstützung abhängig zu werden. Das Kapital erfolgreich anzulegen scheitert oft an Kenntnissen oder zu hohem administrativen Aufwand.

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