ETF-Sparpläne ermöglichen Anlegern auch mit geringem Eigenkapital lukrative Wertpapierinvestments zu tätigen. Besonders profitieren sie dabei von niedrigen Einstiegsgebühren und einem Durchschnittskosteneffekt. In der Schweiz treffen Anleger jedoch auf Barrieren, die mit geschickten Strategien überwunden werden müssen.

Der folgende Ratgeber erklärt alle relevanten Aspekte zu ETF-Sparplänen in der Schweiz. Zudem werden die Vor- und Nachteile von langfristigen und gestaffelten Investments beleuchtet.

 

Das Wichtigste in Kürze

  • ETF-Sparpläne eignen sich besonders für den langfristigen Vermögensaufbau
  • Anleger investieren dabei einen festen monatlichen Betrag
  • Durch regelmässige Kaufzeitpunkte entsteht ein Durchschnittskosteneffekt
  • Das Einrichten eines „intelligenten“ Sparplans ist bei langfristigen Anlagen besonders wichtig
  • Um von einer maximalen Rendite zu profitieren, sollten die Kosten so gering wie möglich bleiben

 

ETF-Sparplan: Was steckt hinter dem Konzept?

Bei einem ETF (Exchange-Traded-Fund) handelt es sich um einen börsengehandelten Fonds, der die Wertentwicklung eines Vergleichsindex abbildet. Anleger investieren also mit einem einzelnen Wertpapier in einen gesamten Index. Da bei der Abbildung eines Index kein Team aus Fondsmanagern benötigt wird, gelten ETFs als besonders kostengünstig. Zudem sind sie dauerhaft über die Börse handelbar, transparent und flexibel.

Beispielsweise zeigt der SMI (Swiss Market Index) die Wertentwicklung der 20 grössten Unternehmen in der Schweiz an. Der UBS ETF (CH) SMI (CHF) A-dis bildet als erfolgreichster SMI-ETF diese 20 Unternehmen ab und erzielt in etwa die Indexperformance. Damit kombinieren ETFs die Vorteile von klassischen Investmentfonds mit den Vorteilen liquider Einzelaktien.

Mit einem flexibel handelbaren Wertpapier wird eine effektive Diversifikation in mehrere Aktien erzielt.

Ein ETF-Sparplan ermöglicht Anlegern Investments in ETFs mit geringen monatlichen Beträgen. Dabei wird eine Sparrate festgelegt, die monatlich oder wöchentlich auf ein Depotkonto überwiesen wird. Parallel dazu sollte die Sparrate bei dem Depot-Anbieter in einen oder mehrere ETFs aufgeteilt werden. Dabei ist es unwichtig, ob der Preis eines ETF-Anteils über der vorgesehenen Investmentsumme liegt.

In der Praxis bedeutet dies, dass ein Anleger mit einer Sparrate von 100 Franken monatlich nicht unbedingt auf die Kosten einzelner ETF-Anteile schauen muss. Ein Anteil des UBS ETF (CH) SMI® (CHF) A-DIS kostet beispielsweise aktuell 98,00 CHF. Beschliesst der Anleger seine monatliche Sparrate gleichermassen in zwei verschiedene ETFs zu investieren, würde in dem Fall in etwa ein halber Anteil pro Monat erworben werden.

Investoren können daher nicht nur einzelne ETFs, sondern ganze ETF-Portfolios monatlich besparen.

 

Wann regelmässiges „Sparen“ sinnvoll ist

Für die meisten Privatanleger sind ETF-Sparpläne eine gute Möglichkeit, um langfristig Geld anzulegen. Gerade wenn keine grossen Einmalsummen zur Verfügung stehen bieten sich ETF-Sparpläne an, um dennoch erfolgreich in Wertpapiere zu investieren. Der Cost-Average-Effekt (Durchschnittskosteneffekt) trägt dabei massgeblich zum langfristigen Vermögensaufbau bei:

Dank des Cost-Average-Effekts gelten ETF-Sparpläne als ein sehr konservatives Investmentprodukt. Monatliche Einzahlungen und Investitionen sorgen dafür, dass für den Anleger eine bessere Risikokontrolle erzielt wird. In der Praxis bedeutet dies:

Bei einer gleichbleibenden Sparrate und einem gleichbleibenden Portfolio werden bei fallenden Kursen mehr Anteile erworben, als bei steigenden Kursen. Dadurch, dass Investments unabhängig von den aktuellen Kursen getätigt werden, haben kurzfristige Kurseinbrüche sogar positive Auswirkungen auf die Rendite des Anlegers. So erwirbt dieser mehrere Anteile zu unterschiedlichen Ausgabepreisen, bei einem insgesamt günstigeren Durchschnittspreis. Die psychologische Versuchung, bei niedrigen Kursen zu verkaufen und Verluste hinzunehmen, fällt damit ebenfalls weg.

INFO: Der Cost Average Effekt sorgt im Idealfall dafür, dass ein durchschnittlich günstiger Einstiegskurs erzielt wird. Während damit fallende Kurse effektiv ausgebremst werden, sind Einmalanlagen bei steigenden Kursen lukrativer.

 

Die Kontinuität von ETF-Sparplänen wird von vielen Anlegern ebenfalls gelobt. Dadurch, dass ein fester Bestandteil des Gehalts eines Anlegers monatlich investiert wird, kommt eine gewisse Routine auf. Gerade für Anleger mit einem langen Anlagehorizont ist dies vorteilhaft. Denn, wenn übrig gebliebenes Kapital auf dem Konto liegen bleibt, wird es oft vergessen und für unnötige Ausgaben aufgewendet. Eine monatliche Sparrate einzurichten ermöglicht dagegen disziplinierte und regelmässige Investments in ETFs. So werden die Sparraten als feste Ausgaben eingeplant und können ihren langfristigen Erfolg am Kapitalmarkt finden.

 

Die Vor- und Nachteile von ETF-Sparplänen

Nur wenige Privatpersonen erhalten regelmässig grosse Einmalzahlungen, die für die Geldanlage in ETFs oder Aktien eingesetzt werden können. Viel häufiger bleiben bei Arbeitnehmern einige Hunderte Franken monatlich übrig, die im Alltag nicht benötigt werden. Über einen ETF-Sparplan lassen sich diese direkt für Wertpapierinvestments einsetzen. Dabei haben Sparpläne ganz besondere Vorteile gegenüber Einmalinvestments:

 

Vorteile

Cost-Average-Effekt

Der Cost-Average-Effekt macht langfristige Investitionen besonders attraktiv. Gerade für Investoren mit langem Anlagehorizont entsteht so ein deutlich geringeres Risiko.

 

Psychologische Vorteile

Abgesehen von dem Durchschnittskosteneffekt sind Sparpläne auch psychologisch interessant. Durch einen eingerichteten Dauerauftrag wird eine festgelegte Summe Monat für Monat vom Konto abgebucht. Für Anleger bedeutet dies, dass der Vorsatz monatlicher Investments leichter eingehalten werden kann.

 

Direkte Erträge

ETF-Sparpläne helfen dabei, die Ersparnisse eines Anlegers direkt für ihn arbeiten zu lassen. Denn durch sie wird ein beliebter Fehler vermieden: Die Anhäufung von Geldsummen auf dem Bankkonto, bis ein „ausreichender“ Investitionsbetrag vorhanden ist.

Durch das direkte, monatliche Investieren übriger Gelder, werden direkte Renditen erzielt. Das verfügbare Kapital bleibt nämlich maximal einen Monat auf dem Konto, bis es in die Wertpapiermärkte fliesst.

 

Ideal für kleine Beträge

Da die Kosten von ETF-Sparplänen prozentual auf das Kapital anfallen, sind sie besonders bei kleineren Summen interessant. Während die günstigen Depotbanken der Schweiz für ETFs normalerweise eine Fix-Gebühr von 6,00 bis 12,00 CHF berechnen, liegen übliche Sparplangebühren bei 1%. So sind auch geringe Sparplanraten ab 100s,00 CHF problemlos durchsetzbar.

 

Nachteile

Eigeninitiative vonnöten

Im Vergleich zu Lebensversicherungen oder privaten Rentenversicherungen erfordern ETF-Sparpläne deutlich mehr Eigeninitiative. Gerade für eine sichere Altersvorsorge bedarf es eines gut ausbalancierten ETF-Portfolios. Anleger müssen für gewöhnlich ein Depot eröffnen, passende ETFs auswählen und einen Dauerauftrag einrichten.

 

Kein Markttiming möglich

Mit einem laufenden ETF-Sparplan profitieren Anleger von einem Durchschnittskosteneffekt. Das bedeutet aber auch, dass weniger Kapital zur verfügung steht, um niedrige Kurse für Nachkäufe zu nutzen.

 

Höhere Kosten

Ab gewissen monatlichen Investitionen, lohnen sich ETF-Sparpläne finanziell nicht unbedingt. Gerade bei höheren vierstelligen oder fünfstelligen Summen sind Einzelinvestments deutlich günstiger.

 

Nicht alle ETFs werden im Sparplan angeboten

Die meisten Broker bieten nur einen festgelegten Bestand an ETFs in Sparplänen an. Für gewöhnlich ist das kein Problem, da die meisten Indizes abgebildet werden können. Sollten Anleger aber besonders exotische ETFs in einem Sparplan abbilden möchten, kann es zu Problemen kommen.

 

INFO: Viele Broker bieten auch ETF-Sparpläne in anderen Währungen an. Schweizer Anleger sollten daher besonders darauf achten, dass die ausgewählten ETFs eines Sparplans in CHF gehandelt werden. Ansonsten besteht Gefahr, dass die Wechselgebühren die langfristige Rendite schmälern.

 

Wie lässt sich ein ETF-Sparplan einrichten und was gilt es zu beachten?

Für das Einrichten von ETF-Sparplänen haben Schweizer Anleger aktuell leider limitierte Optionen. Während in Deutschland bei den meisten Direktbanken, Brokern und traditionellen Banken ein vielseitiges Sparplan Angebot zum Standard gehört, ist die Auswahl in der Schweiz limitierter. Oft kommunizieren Depotbanken ihr ETF-Sparplan Angebot nur schlecht oder haben es selbst kaum definiert. Hier ist also im Voraus eine Nachfrage vonnöten, sollte man sich dafür entscheiden wollen.

INFO: Alternativ akzeptieren viele deutsche Broker und Direktbanken auch Personen mit schweizerischem Wohnsitz. Dazu gehören bspw. Flatex, Onvista, ComDirect. Da die Depotkonten der Broker ausschliesslich in Euro lauten, sollten die Überweisungsgebühren und Wechselkurse besonders beachtet werden.

 

Wenn ein Depotkonto bei einem Anbieter erfolgreich eröffnet wurde, muss die Sparrate und die ETF-Auswahl festgelegt werden. Dabei sollte beachtet werden, dass es den perfekten ETF-Sparplan nicht gibt. Verschiedene Anleger haben auch verschiedene Anforderungen an Wertpapier-Investments. Bevor sich Anleger also mit der Auswahl der ersten ETFs beschäftigen, muss der Anlagehorizont und die Risikotoleranz definiert werden.

Ein eher konservativer ETF-Sparplan kann bspw. folgendermassen aussehen:

Hier wurde ein konservatives und diversifiziertes Aktien / Anleihenportfolio mit einem ETF auf Hochzinsanleihen kombiniert.

 

Fazit

ETF-Sparpläne sind besonders für Investoren mit langen Anlagehorizonten und geringen Investitionssummen interessant. Durch das monatliche Investieren wird eine Routine geschaffen, die beim langfristigen Vermögensaufbau hilft.

Damit ETF-Sparpläne von dem Cost Average Effekt profitieren können, sollten die Kosten möglichst gering gehalten werden. Deshalb gilt es einen Anbieter mit möglichst geringen Depotkosten und geringen Ausführungspauschalen zu wählen.
Im Fokus des Investors sollte ein intelligenter, den eigenen Risikovorstellungen entsprechender Sparplan stehen. Dieser sollte an die aktuelle Marktlage und auf einen bestimmten Anlagehorizont angepasst sein. Hierfür bietet sich der ETF-Sparplan von ELVIA e-invest an.

Damit haben Anleger die Möglichkeit ein Ziel im Voraus der Investition festzulegen. Anschliessend wählt e-invest passende ETFs aus und nimmt im Laufe des Sparplans Wechsel vor, sollten sich die Ziele der Anleger ändern. Mit einer Kostenpauschale von lediglich 0,55% handelt es sich dabei um die wahrscheinlich günstigste und beste Variante für Schweizer Anleger.

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