Ungebundene Vorsorge – Freie Wahl in der Säule 3b?

Herbst ist Vorsorgezeit – und Werbungen zu Vorsorgethemen lassen sich häufiger erblicken. Nicht zu Unrecht werden viele dadurch animiert, an die eigene Vorsorge zu denken.

Insbesondere die jüngere Generation wird Schätzungen zufolge 20% bis 30% weniger Rente erhalten, als die aktuelle Generation der Pensionierten.

Um diese Vorsorgelücke zumindest teilweise zu schliessen, besagt eine einfache Faustregel, dass mindestens 10% vom Bruttolohn in die private Vorsorge investiert werden sollten. Bei einem Jahresbruttolohn von mehr als 100‘000 Franken sind sogar 20% empfehlenswert.

Die Säule 3a ist gesetzlich limitiert

Einzahlungen in die Säule 3a, sind im Gegensatz zur Säule 3b steuerbegünstigt. Da in die gebundene Säule 3a als Arbeitnehmer aktuell maximal 6788 Franken eingezahlt werden können, sind damit oft nicht die vollen 10% (oder mehr) ausgeschöpft.

Für den restlichen Betrag bietet sich eine flexible Investition in die ungebundene Vorsorge 3b. Die Investmentprodukte dieser Säule sind dabei frei wählbar.

Relevante Produkte für die ungebundene Vorsorge

Anbei ein kurzer Überblick über die relevanten Produkte, die normalerweise für eine Investition in die freie Säule 3b in Frage kommen.

 

Das Sparkonto

Viele Anleger legen ihr Geld einfach auf ein Sparkonto. Als langfristige Lösung für die Vorsorge hat diese Sparform mittlerweile aber den grossen Nachteil, dass sie keine Zinsen abwirft und mit Einbezug der Inflation ein Kaufkraftverlust stattfindet.

Dafür hat das Sparkonto den Vorteil, dass das Geld jederzeit verfügbar ist und kein Verlustrisiko vorhanden ist. Für die freie Selbstvorsorge lohnt sich ein Sparkonto als Absicherung für den Ruhestand deshalb nur bedingt.

 

Aktien oder Obligationen

Aktien oder Obligationen gelten als vermögensbildende Alternative in der Säule 3b.

Im Durchschnitt lassen sich mit Aktien immer noch die höchsten Renditen erzielen. Insbesondere, wenn sie über mehrere Jahre gehalten und Kursschwankungen ausgesessen werden können. Dafür bergen Aktien auch ein höheres Verlustrisiko. Deshalb eignen sie sich eher für Anleger, die das Risiko nicht scheuen.

Obligationen gelten als sicherer – risikolos sind sie allerdings nicht. Die beiden Anlageprodukte – Aktien und Obligationen – können auch in einem Portfolio oder einem Fonds vereint werden, um dadurch Risiken durch Diversifikation zu minimieren.

 

Lebensversicherung

Eine andere Art der ungebundenen Vorsorge bietet eine Lebensversicherung. Der Vorteil ist, dass der Vermögensaufbau mit der Absicherung von Risiken wie Tod oder Erwerbsunfähigkeit verbunden werden kann.

Allerdings haben Lebensversicherungen den Nachteil, dass das Kapital in der Regel langfristig gebunden ist und ein flexibler Vorbezug mit hohen Kosten einhergeht.

 

Wohneigentum

Der Kauf von Wohneigentum ist ebenfalls eine Möglichkeit, für das Alter vorzusorgen. Insbesondere, falls die Immobilie zu Wohnzwecken verwendet wird, sparen Anleger sich im Alter die Wohnkosten (sofern eine etwaige Hypothek abgezahlt ist).

Kapitalanleger können eine Immobilie auch als Renditeobjekt anschaffen, um es später gewinnbringend zu verkaufen. Dabei besteht je nach Wirtschaftszyklus aber das Risiko sinkender Immobilienpreise.

 

Vermögensverwaltung

Um sich nicht auf eigene Faust um die geeignete und zeitaufwändige Auswahl der passenden Anlageprodukte kümmern zu müssen, können Sie diese Aufgabe einem Vermögensverwalter delegieren.

Klassische Vermögensverwaltung ist in der Regel jedoch erst ab einem Vermögen von über 100‘000 Franken zugänglich. Bei Privatbanken liegt die Mindestanlagesumme mitunter bei einer Million Franken oder mehr.

Vorsorge mit ETF Fonds

Viele Anleger setzen – insbesondere wegen der aktuell niedrigen Zinsen – auf Anlagen, die leichter zu erwerben sind und eine bessere Rendite ermöglichen. ETFs sind eine attraktive Kapitalanlage – vor allem für die private Altersvorsorge. Im Vergleich zu einer klassischen Vermögensverwaltung bestechen ETFs aufgrund der erschwinglichen Gebühren erhebliche Renditevorteile.

Das Angebot an ETF Lösungen im Rahmen der Säule 3a hält sich aktuell jedoch stark in Grenzen. Deshalb weichen viele Privatanleger auf die ungebundene Säule 3b aus, um von ETFs als attraktive Investitionsmöglichkeit für die Vorsorge zu profitieren.

Digitaler Fortschritt

Durch den technologischen Fortschritt kann die Verwaltung von Vermögen mittlerweile auch für kleinere Anlagesummen digital erfolgen – und das zu tiefen Kosten.

Bei der digitalen Vermögensverwaltung ELVIA e-invest beispielsweise betragen die Verwaltungsgebühren 0,55% der Anlagesumme. Dafür erhalten Anleger eine professionelle Vermögensverwaltung ab einer Anlagesumme von 5000 Franken.

Eigenverantwortung ist gefragt

Die private Vorsorge ist heutzutage ein Thema, mit dem sich jeder Schweizer befassen sollte und das schon möglichst in jungen Jahren.

Es ist wichtig, die Verantwortung für die Altersvorsorge in die eigene Hand zu nehmen und nicht einzig auf das staatliche Vorsorgesystem zu vertrauen. Dabei ist gerade für Besserverdienende neben der steuerbegünstigten Säule 3a eine zusätzliche Vorsorge in der Säule 3b unumgänglich, um Vorsorgelücken aus den ersten beiden Säulen adäquat abdecken zu können.

Weitere Informationen

Falls Sie sich im Rahmen Ihrer ungebundenen Vorsorge 3b für unsere digitale Vermögensverwaltung interessieren, erklären wir Ihnen gerne in weiterführenden Artikeln, wie genau Sie auf diese Weise online Geld anlegen und was die Vorteile einer digitalen Vermögensverwaltung mit einem ETF Portfolio sind.

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