Was sind ETFs?

Sie tauchen überall dort auf, wo es um Online-Vermögensverwaltung geht. Sie stehen im Zusammenhang mit Wörtern wie "transparent", "sicher" und "niedrige Kosten". Was sich hinter diesen drei Buchstaben versteckt und was die Vorteile von diesem Anlageprodukt sind, erklären wir hier (hoffentlich) verständlich.

ETF steht für „exchange traded fund“ und repräsentiert eine spezielle Art von Investmentfonds. Diese börsengehandelten Anlagefonds sind meist passiv, sprich es gibt keine teuren Fondsmanager, welche den Fonds verwalten. Stattdessen besteht der Hauptzweck darin, die Wertentwicklung eines Marktindex so genau wie möglich abzubilden

Seit wann gibt es ETFs?

Der erste börsengehandelte Indexfonds namens „Standard & Poors Depositary Receipts“ oder kurz „Spider“ hatte seine Geburtsstunde im Jahr 1993. Von da an erlebten ETFs einen steilen Höhenflug und mittlerweile gibt es mehrere tausende ETFs . Mehr als drei Billionen Euro stecken mittlerweile in diesen Produkten weltweit. Und ein Ende des ETF Booms ist aktuell nicht in Sicht. Der Grund dafür ist schnell gefunden: Diese speziellen Fonds bestechen mit einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis.

Was sind Vorteile von ETFs?

Was bringt immer mehr Anleger dazu ihr Geld in dieses Produkt zu investieren? ETFs stechen andere Produkte insbesondere durch folgende Merkmale aus:

  • Kostengünstig: ETFs haben den Vorteil, dass sie sich für Anleger mit einem kleineren Sparvermögen eignen, da die Produktkosten niedrig sind.
  • Hohe Diversifikation: Die Anteile, in die dieser spezielle Indexfonds anlegt, sind breit gestreut. Eine breite Streuung bedeutet immer ein niedrigeres Risiko und somit höhere Sicherheit.
  • Flexibel und unkompliziert: ETFs werden an der Börse gehandelt und sind somit für den Handel jederzeit verfügbar. Neben der Flexibilität versprechen ETFs einen geringen administrativen Aufwand.
  • Transparent: Da ETFs einen Index nachbilden, hat der Anleger jederzeit den Überblick in welche Aktien, Wertpapiere oder Rohstoffe er investiert hat.

Ein ETF ist kostengünstig

Die Gebühren für ein ETF schlagen sich im sogenannten TER (total expense ratio), der Gesamtkostenquote, nieder. Darin enthalten sind die Handelskosten und die Verwaltungsgebühr. Einige ETFs sind bereits ab einer TER von unter 0,1 % zu haben und sind somit im Kostenvergleich überaus attraktiv. Warum ist das so?

Mit ETFs verfolgen Sie eine passive Anlagestrategie

ETFs verfolgen als Indexfonds eine passive Anlagestrategie. Diese unterscheidet sich von dem aktiven Ansatz eines Managers von Fonds, der bestrebt ist den Marktindex zu schlagen. Das bedeutet, er versucht eine höhere Rendite zu erzielen, als die Indizes des Kapitalmarkts. Die Vorteile sind beim passiven Ansatz vor allem die niedrigeren Kosten. Die Produktkosten sind beim aktiven Ansatz vor allem deshalb höher, weil die Leistungen des Fondsmanagers aufschlagen. Über längere Zeit können Fondsmanager gemäss Studien nicht den Vergleichsindex schlagen.

Warum sind ETFs leicht zu handhaben?

Wenn Sie einen ETF erwerben, haben Sie relativ schnell und unkompliziert in ein diversifiziertes Portfolio investiert. Dadurch, dass ETFs wie Aktien an der Börse gehandelt werden, verlangt der Erwerb keinen komplizierten Prozess.

Zudem sind viele ETFs sehr kostengünstig haben und weisen im Vergleich zu anderen Produkten eine hohe Liquidität auf (wobei sich auch das von ETF zu ETF unterscheiden kann). Das bedeutet, dass es in der Regel sehr einfach ist einen ETF wieder zu verkaufen und von der erwirtschafteten Rendite zu profitieren.

Warum ist das Risiko kleiner?

Wie gesagt, investiert ein ETF in mehrere Wertpapiere und streut das Risiko – wie ein Fond – durch Diversifikation, wie bei einem Investmentfonds. Im Unterschied zu einem Investmentfonds können ETFs genau wie Aktien an der Börse gehandelt werden. Anders als Aktien bilden ETFs den Index möglichst getreu nach und investieren in Aktien, Anleihen, Obligationen, Immobilien oder Rohstoffe – also in alle möglichen Anlageklassen.

Wie erwerben Sie ETFs?

Um in ETFs zu investieren, benötigen Sie lediglich ein Depot bei einer Bank. Da das Risiko bei einem ETF gestreut ist, brauchen sie sich um die richtige Verteilung nicht weiter kümmern. Sie wählen im Unterschied zu Aktien ein ETF aus, welcher zu ihrer Anlagestrategie passt und bleiben dann ohne weiteren administrativen Aufwand investiert. Bei einer Online-Vermögensverwaltung wie ELVIA e-invest kümmern sich Experten um die Auswahl ihrer ETFs.

Was macht ETFs so transparent?

Wenn Sie in einen klassischen Fonds investieren, wissen Sie nicht unbedingt wo und wie Ihr Geld angelegt wird. Bei einem ETF hingegen ist klar ersichtlich, welche Wertpapiere „im Korb liegen“. Täglich erhalten Anleger einen Anblick in die Wertentwicklung und sehen zudem genau, welche Kosten auf sie zukommen.

Was macht einen guten ETF aus?

Die Wahl des richtigen ETF ist entscheidend für den Erfolg einer Anlage. In erster Linie orientiert sich die Auswahl an der gewählten Anlagestrategie. Wie viel Rendite wünscht sich der Anleger? Wie viel Risiko ist er gewillt einzugehen? Bei ELVIA e-invest klären wir all diese Fragen, ehe wir mit der ETF Auswahl loslegen und Ihr Geld investieren.

Qualitätsmerkmale eines ETF

Ist die Anlagestrategie gewählt, entscheiden weitere Kriterien über die Qualität und die Erfolgswahrscheinlichkeit von einem ETF. Dabei zählt beispielsweise wie lange der ETF auf dem Markt ist und was für ein Fondsvolumen er enthält. Das Fondsvolumen senkt die Wahrscheinlichkeit, dass ein ETF  liquidiert wird, sprich: Vom Markt verschwindet. Zudem sind geringere Gesamtkosten möglich.

  1. Die Tracking-Qualität

    Damit nicht genug: Ein ETF sollte eine gute Tracking-Qualität aufweisen. Das bedeutet, dass er den Index möglichst getreu abbildet, damit keine zu grosse Differenz in der Rendite entsteht. Eine geringe Tracking-Qualität wird zum Kostennachteil für den Anleger.

  2.  Wertentwicklung und Fondsdomizil

    Zudem sollte die bisherige Kursentwicklung unter die Lupe genommen werden und der Markt, in welcher der ETF investiert eingeschätzt werden. Beispielsweise unterscheiden sich ETFs hinsichtlich des Fondsdomizils, was unterschiedliche Risiken und Kosten mit sich bringt.

  3. Thesaurierende und ausschüttende ETFs

    Dann finden sich auf dem Markt thesaurierende und ausschüttende ETFs. Ausschüttende ETFs eignen sich für kurzfristige Anlagen, da Erträge direkt ausgezahlt werden. Über einen längeren Zeitraum erwirtschaften thesaurierende ETFs mehr Rendite, da sie den Ertrag erneut anlegen.

  4. Physisch und synthetisch replizierende ETFs

    Bei den physischen ETFs fällt das Emittentenrisiko weg, da die Aktien vom ETF Anbieter erworben wurden. Sie sind somit physisch repliziert. Synthetische ETFs hingegen nutzen Tauschgeschäfte, um den Index abzubilden. Zwar können Anleger bei synthetischen ETFs ebenfalls vor dem Bankrott des Emittenten geschützt sein. Dies nachzuprüfen erfordert gutes Know-How und einen etwas grösseren Aufwand. Bei ELVIA e-invest nutzen wir ausschliesslich physisch replizierende ETFs, um Anleger vor dem Emittentenrisiko zu schützen.

Risiken von ETFs

Anlegen ist immer mit Risiken verbunden – das gilt auch für ETFs. Das Hauptrisiko ist dabei das Wertschwankungsrisiko beziehungsweise das Marktrisiko einer jeden Investition. Verliert der Index an Wert, sinkt auch der Kurs des ETF.

Je nach Ausgestaltung des ETFs kann noch ein Gegenparteienrisiko hinzukommen. Dies ist insbesondere bei synthetisch replizierenden ETFs der Fall, bei denen der ETF-Anbieter die zugrunde liegenden Wertschriften nicht physisch kauft, sondern die Wertentwicklung mittels eines Tauschgeschäfts (meist mit einer Investmentbank) abbildet.

Ein Konkurs des ETF-Anbieters hat für den Anleger aber meist keine Auswirkung, weil ETFs wie andere Anlagefonds auch nicht in die Konkursmasse fallen, sondern als geschütztes Sondervermögen stets im Besitz des Anlegers bleiben.

Chancen nutzen

Zusammengefasst lässt sich sagen, dass ETF Anleger sich den klassischen Anlagerisiken aussetzen. Aber das heisst nicht, dass Risiken nicht verwaltet und in Chancen umgewandelt werden können. Essentiell ist dabei zu wissen, wie die richtige Investition für das eigene Risikoprofil aussieht.

Die Auswahl von ETFs

Weder die Auswahl der besten ETFs für das eigene Risikoprofil, deren Zusammenstellung in einem diversifizierten Portfolio, noch Kauf oder Verkauf von ETFs, sind leicht zu bewältigende Aufgaben. Insbesondere für weniger erfahrene Investoren ist die Auswahl im Alleingang nicht unbedingt zu empfehlen.

Wir als Vermögensverwalter übernehmen diese Aufgaben für Sie und garantieren eine professionelle ETF Auswahl, damit Sie langfristig effizient und erfolgreich investieren können.

Gerne zeigen wir Ihnen, wie wir mit unserer Erfahrung ein Portfolio zusammenstellen

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